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Militärische Tiefflüge: FN klärt auf und gibt Empfehlungen

Sicherheitsvorkehrungen für Pferdesportvereine und Pferdehaltende Betriebe

6. Februar 2026 um 10:47Von s.wilhelm

Militärische Tiefflüge: FN klärt auf und gibt Empfehlungen

In mehreren deutschen Regionen wird es in den kommenden Monaten wieder zu militärischen Tiefflügen kommen. Diese könnten insbesondere Pferdesportvereine und pferdehaltende Betriebe betreffen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat daher spezifische Empfehlungen ausgesprochen, wie sich Vereine und Betriebe auf diese Situationen vorbereiten und ihre Pferde entsprechend sichern können.

Betroffene Gebiete und Flugzeiten

Die Tiefflüge, die von der Bundeswehr durchgeführt werden, finden vorwiegend in ausgewiesenen Tieffluggebieten (Low Flying Areas – LFA) statt. Diese umfassen Regionen wie Niedersachsen, das Münsterland, Nordhessen, Hamburg/Bremen, Schleswig-Holstein, Bayern und den Raum Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg).

Die militärischen Flugzeuge fliegen in der Regel montags bis freitags zwischen 8 und 17 Uhr. In den Monaten Mai bis Oktober gibt es eine Pause von strahlgetriebenen Kampfflugzeugen zwischen 12:30 und 13:30 Uhr, es sei denn, es handelt sich um Übungen oder Manöver. Die reguläre Mindestflughöhe beträgt 500 Fuß (etwa 152 Meter) über dem Boden. In bestimmten Abschnitten dieser Gebiete kann die Flughöhe jedoch auf 250 Fuß (ca. 76 Meter) gesenkt werden, was das Risiko für Störungen erhöht.

Praktische Empfehlungen zur Pferdehaltung

Für Pferdesportvereine und Betriebe empfiehlt die FN, die Pferdehaltungseinrichtungen auf mögliche Risiken vorzubereiten und geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu treffen:

  1. Weidezäune und Tore überprüfen: Stellen Sie sicher, dass Weidezäune stabil und sicher sind, um zu verhindern, dass Pferde aufgrund der Geräusche oder Erschütterungen durch Tiefflüge aus ihrer Umgebung flüchten.
  2. Verhalten der Pferde beobachten: Beobachten Sie die Pferde sorgfältig. Einige Tiere reagieren empfindlich auf laute Geräusche und schnelle Bewegungen am Himmel. Erwägen Sie, ruhigere Bereiche oder Zufluchtsorte anzubieten, wenn militärische Flüge erwartet werden.
  3. Mitarbeiter und Einsteller informieren: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter und Vereinsmitglieder, um Unsicherheiten und unnötige Panik zu vermeiden. Eine sachliche Kommunikation ist wichtig, damit alle wissen, wie sie sich und die Tiere in diesen Zeiten sicher verhalten können.
  4. Vorbereitung auf unvorhersehbare Ereignisse: Auch wenn militärische Tiefflüge nicht exakt geplant werden können, ist es sinnvoll, die Pferdehaltungseinrichtungen regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls Maßnahmen für schnelle Reaktionen zu treffen.

Thomas Ungruhe, Leiter der Pferdesportentwicklung bei der FN, betont: „Obwohl diese Tiefflüge schwer planbar sind, können sich unsere Vereine und Betriebe durch vorbereitende Maßnahmen gut auf diese Situationen einstellen.“

Weitere Informationen

Detaillierte Regeln und Informationen zu den Tiefflügen finden Interessierte auf der offiziellen Webseite der Bundeswehr unter www.bundeswehr.de/de/organisation/luftwaffe/team-luftwaffe-auf-uebung/tiefflugregeln-luftwaffe.

Die rechtzeitige Vorbereitung und Sensibilisierung sind der Schlüssel, um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten und den reibungslosen Ablauf in den Pferdehaltungsbetrieben und -vereinen sicherzustellen.

HIER zum Artikel von pferd-aktuell.de.



Foto: Canva Elements

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