Frauen im Springsport: Der Aufstieg der Top-Verdienerinnen
Frauen dringen zunehmend in die Spitze der Springsport-Ranglisten vor
19. Februar 2026 um 17:27Von n.ditter

Im internationalen Springsport zeigt sich seit einigen Jahren eine positive Entwicklung, was die Präsenz von Frauen unter den besten Reitern der Welt betrifft. Diese Veränderung wird vor allem durch erfahrenen Reiterinnen wie Laura Kraut und Elizabeth Madden vorangetrieben.
Entwicklung im Springsport: Der Weg zu mehr Gleichberechtigung
Seit der Einführung der auf Preisgeldern basierenden Rangliste durch Hippomundo im Jahr 2015 war die Zahl der Frauen unter den Top-Verdienern eher gering. In den letzten Jahren hat sich das Bild jedoch zunehmend gewandelt. 2026 finden sich mit Laura Kraut, Nina Mallevaey und Sophie Hinners gleich drei Frauen unter den Top-20 der bestverdienenden Springreiterinnen weltweit. Dies ist ein deutlicher Schritt in Richtung mehr Gleichberechtigung, auch wenn der Anteil der Frauen im Vergleich zu den Männern weiterhin klein bleibt.
Die US-amerikanische Reiterin Elizabeth „Beezie“ Madden, die in den Jahren 2015, 2018 und 2019 die bestverdienende Frau im Springsport war, bleibt mit ihren Erfolgen ein Maßstab für den weiblichen Erfolg im Reitsport. Ihr Rekord von 1,4 Millionen Euro in der Saison 2019 und Ihr fünfter Platz im ersten Hippomundo-Ranking bleibt bislang die höchste Gesamtplatzierung einer Springreiterin.
Neue Spitzenreiterinnen: Der Einfluss von Projekten und Vertrauen
Eine der bemerkenswertesten Entwicklungen der letzten Jahre ist das Projekt „Iron Dames“, das es talentierten Reiterinnen wie Janne Friederike Meyer-Zimmermann und Sophie Hinners ermöglicht hat, an hochklassige Pferde zu kommen und auf höchstem Niveau zu konkurrieren. Hinners, die aktuell unter den besten 20 Springreitern weltweit rangiert, hat sich durch konstante Leistungen und starke Platzierungen etabliert. Laura Kraut ist seit mehreren Jahren eine der finanziell erfolgreichsten Springreiterinnen weltweit. Aktuell hat sie ein Preisgeld von 1,6 Millionen Euro (Platz 7) erzielt. Auch Nina Mallevaey aus Frankreich hat sich mit über 1,3 Millionen Euro (Platz 13) Preisgeld unter den Top-Verdienerinnen etabliert. Ihre regelmäßigen Auftritte bei Turnieren in den USA, wie Ocala und Wellington, verschaffen ihr eine konstant hohe Platzierung. Sophie Hinners liegt mit 1,1 Millionen Euro (Platz 19) dicht hinter Mallevaey.
Die positiven Veränderungen zeigen, dass es Frauen im Springsport nicht an Talent mangeln, sondern oft an der notwendigen Unterstützung und dem Vertrauen der Besitzer, die ihnen Spitzenpferde zur Verfügung stellen. Die Ranglisten der letzten Jahre belegen eine klare Tendenz: Frauen sind auf dem besten Weg, sich auch finanziell stärker in der internationalen Springsportszene zu etablieren.
Weitere Informationen können unter eqwo.net nachgelesen werden.
Foto: Pferdefotografie Lafrentz
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