Festlegung der Qualifikationswege für die Weltmeisterschaft in Aachen
Strukturierte Auswahlverfahren in sechs Disziplinen für das Heimturnier 2026
9. Februar 2026 um 17:46Von n.ditter

Die Weltmeisterschaft in Aachen, die vom 11. bis zum 23. August 2026 stattfindet, erfordert für die deutschen Teilnehmer klare Qualifikationskriterien. In den sechs Disziplinen Dressur, Springen, Vielseitigkeit, Vierspännerfahren, Voltigieren und Para-Dressur entscheiden spezifische Sichtungswege über die Vergabe der Startplätze. Laut den Informationen von pferd-aktuell.de beobachten die zuständigen Bundestrainer die Leistungen der Athleten auf festgelegten Turnieren. Diese Veranstaltungen dienen als Grundlage für die finalen Nominierungen durch die jeweiligen Ausschüsse.
Qualifikationskriterien in der Dressur und Para-Dressur
In der Dressur fungiert die Deutsche Meisterschaft in Balve, die vom 4. bis zum 7. Juni terminiert ist, als zentrale Sichtung. Ein weiterer wichtiger Termin ist der Nationenpreis in Hagen am Teutoburger Wald während der Covalliero Dressage Days im Juli. Die finale Entscheidung über das Team trifft der Dressurausschuss in Abstimmung mit Bundestrainerin Monica Theodorescu. Für die Para-Dressurreiter ist der Weg nach Aachen durch den Beirat des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) streng reglementiert. Die Athleten müssen an mindestens drei Sichtungsveranstaltungen teilnehmen, wobei das Turnier in Aachen im April sowie die Deutsche Meisterschaft in Balve als Pflichttermine gelten. Weitere Stationen für die Para-Dressur sind:
- Aachen (8. bis 11. April)
- Waregem in Belgien (25. bis 26. April)
- Mannheim (1. bis 5. Mai)
- Balve (4. bis 7. Juni)
- Stadl-Paura in Österreich (25. bis 28. Juni)
Sichtungsmodalitäten in den weiteren Disziplinen
Die Springreiter unterliegen keinem Turnierschema, sondern stimmen ihre Planung individuell mit Bundestrainer Otto Becker ab. Der endgültige Nennungsschluss und damit die Entscheidung über die Paare fällt am 27. Juli. In der Vielseitigkeit müssen die Reiter mindestens zwei erfolgreiche Starts in Prüfungen auf Vier- oder Fünf-Sterne-Niveau vorweisen. Bundestrainer Peter Thomsen empfiehlt dabei besonders die Starts in Marbach und Luhmühlen, während der Nationenpreis in Avenches im Juli als verpflichtende Sichtung markiert ist. Die Vierspännerfahrer nutzen die Deutsche Meisterschaft in Rastede Ende Juli als wesentlichen Leistungsvergleich. Zuvor finden Sichtungen bei Nationenpreisen in Kronenberg, Kladruby nad Labem und Windsor sowie auf nationalen Turnieren in Greven und Zeiskam statt. Voltigierer müssen sich durch die Teilnahme an mindestens zwei internationalen Turnieren für das entscheidende Event in Warendorf Mitte Juni qualifizieren. Dort erfolgt nach dem ersten internationalen Turnier am Bundesstützpunkt die Nominierung der Gruppen sowie der Einzel- und Doppelvoltigierer.
Foto: Pferdefotografie Lafrentz
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