Petition gegen Lockerung der No-Blood-Regel
Bestehende Regelung soll beibehalten werden
29. Oktober 2025 um 08:07Von s.wahl

Eine internationale Petition richtet sich gegen den geplanten Vorschlag der Fédération Équestre Internationale (FEI), wonach Blut auf einem Pferd künftig nicht mehr automatisch zur Disqualifikation führen soll. Bisher haben über 17.000 Menschen die Petition unterstützt.
Abstimmung im November
Auf der Generalversammlung der FEI am 5. November 2025 in Hongkong soll über eine Änderung abgestimmt werden. Laut Vorschlag des International Jumping Riders Club (IJRC) könnte künftig ein einfaches „Verwarnungssystem“ gelten oder Blut, das z. B. durch das Zungebeißen eines Pferdes entsteht, einfach abgewischt werden, bevor der Wettkampf fortgesetzt wird.
Bestehende Regel soll beibehalten werden
Die Petition fordert, dass die bestehende Regel – „Blut am Pferd = Wettkampf vorbei“ – beibehalten wird. Jegliches sichtbare Blut, egal ob durch Reiter, Ausrüstung oder Unfall verursacht, muss immer zu sofortiger Disqualifikation führen – zum Schutz des Pferdes und zur Sicherung des Vertrauens in den Sport.
Darüber hinaus verlangt die Petition, bestehende Ausnahmen von der No-Blood-Regel in anderen Disziplinen wie Fahren, Vielseitigkeit oder Distanzreiten aufzuheben, sodass die Regel universell gilt.
Grenze nicht lockern
Initiatorin Claudia Sanders betont: „Die No-Blood-Regel ist mehr als nur eine Vorschrift – sie ist ein Symbol für Respekt, Empathie und Verantwortung im Umgang mit Pferden. Wenn wir diese Grenze lockern, verlieren wir einen grundlegenden moralischen Kompass im Pferdesport.“
Bereits 2011 wurde ein ähnlicher Versuch, die Regel zu lockern, erfolgreich gestoppt.
Foto: ClipMyHorse.TV / Canva Elements
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