Gefälschte Veterinärdokumente in großem Stil
Prozessauftakt in Osnabrück: Über 300 Pferde von Urkundenfälschung betroffen
13. Januar 2026 um 08:56Von a.schaefer

Am Landgericht Osnabrück hat am 13. Januar 2026 ein Strafprozess begonnen, der die Reitsportszene sowie Veterinärbehörden gleichermaßen betrifft. Ein Mann aus Nordhorn muss sich vor Gericht verantworten, weil er im Verdacht steht, in erheblichem Umfang gefälschte tierärztliche Unterlagen zu Pferden eingereicht zu haben. Insgesamt sind laut Anklage mehr als 300 Pferde von den mutmaßlich gefälschten Dokumenten betroffen.
Vorwurf der systematischen Manipulation
Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, zwischen den Jahren 2020 und 2023 mindestens 335 Pferde betreffend über 800 Untersuchungsberichte bei einem Veterinäramt eingereicht zu haben, von denen der Großteil gefälscht gewesen sein soll. Die gefälschten Dokumente sollen dabei offiziell aussehende Gesundheitsnachweise oder tierärztliche Bescheinigungen enthalten haben. Nach Angaben der zuständigen Ermittlungsbehörden könnte ein erheblicher Schaden für das Vertrauen in amtliche Tierdokumente entstanden sein.
Foto: Canava Elements / ClipMyHorse.TV
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