Schließung von Haras de Malleret nach zwölf Jahren
Bekanntes französisches Dressurgestüt beendet nach zwölf Jahren seine Aktivitäten
26. Dezember 2025 um 12:38Von n.ditter

Das renommierte Dressurgestüt Haras de Malleret in Frankreich schließt nach zwölf Jahren endgültig seine Tore. Gestartet als Herzensprojekt von Gérald Martinez, entwickelte sich der Betrieb zu einem festen Bestandteil der internationalen Dressurszene. Nun endet die Geschichte eines Gestüts, das für seine pferdegerechte Philosophie bekannt war.
Zwölf Jahre Engagement für Pferdezucht und -sport
Haras de Malleret wurde 2013 von Gérald Martinez gegründet, mit Unterstützung seiner Ehefrau, Mrs Oberkampf-Le Breton. Die Anlage liegt auf dem traditionsreichen Anwesen Château de Malleret in Le Pian Medoc bei Bordeaux, das neben dem Gestüt auch ein Weingut und eine Reha-Einrichtung für Pferde umfasst. Früh setzte Martinez auf strategische Partnerschaften mit dem deutschen Züchter Ekke Thaden für die Zuchtstutenbasis sowie mit Paul Schockemöhle für den Aufbau einer Hengststation.
Zu den ersten und bedeutendsten Hengstkäufen gehörte Danciano (von Dancier x Rotspon), der 2014 zusammen mit Flintstone erworben wurde und sich über die Jahre als verlässlicher Vererber profilierte. In der Folgezeit wurden zahlreiche Reiterinnen und Reiter in das Projekt eingebunden, darunter Jessica Michel, Morgan Barbançon, Dorothee Schneider, Frederic Wandres und Helen Langehanenberg. Zu den betriebseigenen Reitern zählten Pauline Guillem, Emma Jamieson und Alfonso de La Chica Parras.
Abschied mit klarer Botschaft
Im Jahr 2021 verstärkte Haras de Malleret nochmals seine sportlichen Ambitionen mit dem Ankauf mehrerer vielversprechender Junghengste wie Faszination de Malleret (von Fürst Belissaro x San Remo), Fänomen de Malleret (von Foundation x Sezuan), und Esperanzo Malleret PS (von Escamillo x Zack). Dennoch blieb der sportliche Durchbruch, etwa mit Danciano unter Manuel Dominguez für das spanische Team, aus.
Die endgültige Schließung wurde nun von Gérald Martinez bestätigt. Wie er gegenüber eurodressage.com erklärte, folgte die Entscheidung einem bewussten Rückzug und einer Neuausrichtung seiner persönlichen Ziele. Martinez betonte seine Überzeugung, dass der Dressursport ein Umdenken brauche. Mit seiner Arbeit habe er versucht zu zeigen, dass ein respektvoller, auf das Wohl des Pferdes ausgerichteter Umgang auch im Spitzensport möglich sei. Dabei verwies er unter anderem auf Vorbilder wie den derzeit weltführenden Reiter Justin Verboomen, der ähnliche Werte vertrete.
Foto: Pferdefotografie Lafrentz
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