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Richterkennzeichnung ab 2026 deutschlandweit verpflichtend

FN setzt auf mehr Transparenz und Kommunikation auf Turnierplätzen

8. November 2025 um 11:34Von n.ditter

Richterkennzeichnung ab 2026 deutschlandweit verpflichtend

Ab dem Frühjahr 2026 wird auf deutschen Turnierplätzen eine neue Regelung zur Kennzeichnung von Richtern umgesetzt, wie pferd-aktuell.de berichtet. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) führt gemeinsam mit den Landesverbänden und der Deutschen Richtervereinigung (DRV) eine sichtbare Akkreditierung für Richter auf Vorbereitungsplätzen ein.

Erkenntnisse aus Pilotprojekt führen zur Entscheidung

Jährlich finden in Deutschland über eine Million Turnierstarts statt. Ein Großteil der Vorbereitung erfolgt auf den Abreiteplätzen, die unter der Aufsicht von Richtern stehen. In einem wissenschaftlich begleiteten Pilotprojekt des Pferdesportverbands Westfalen wurde untersucht, welche Auswirkungen eine klare Kennzeichnung dieser Richter auf den Ablauf und die Kommunikation hat. Dabei trugen ausgewählte Richter eine sichtbare Akkreditierung. Die Ergebnisse zeigten, dass Reiter die Aufsichtspersonen besser identifizieren konnten und dadurch der Austausch verbessert wurde. Gleichzeitig erhöhte sich die Wahrnehmung für das eigene Pferd und dessen Verhalten.

Auch aus Sicht der Richter ergaben sich positive Effekte. Sie berichteten von mehr Interaktion mit Reitern sowie einer gesteigerten Präsenz und Ansprechbarkeit. Zuschauer und Begleitpersonen profitierten ebenfalls, da Rückfragen leichter an die zuständigen Personen gerichtet werden konnten.

Universitäre Begleitung bestätigt Vorteile

Die Studie wurde im Herbst 2023 durch die University Van Hall Larenstein aus den Niederlanden begleitet. Befragungen zeigten, dass eine gut sichtbare Akkreditierung Vertrauen schafft und ein transparentes Umfeld fördert. Die FN sieht in der Maßnahme einen weiteren Schritt zur Stärkung der Fairness und Offenheit im Turniersport. Laut Thies Kaspareit, Leiter der FN-Ausbildung, habe sich auf großen Turnieren bereits gezeigt, dass eine erkennbare Kennzeichnung von Verantwortlichen bestehende Unsicherheiten abbauen und die Kommunikation verbessern kann.

Die Initiative wird von den Landesverbänden und der Deutschen Richtervereinigung gemeinsam mit der FN getragen. Ziel ist es, durch die Kennzeichnung eine einheitliche Praxis zu schaffen, bei der Richter am Vorbereitungsplatz leicht erkennbar sind und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.



Foto: Pferdefotografie Lafrentz

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