Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele - Bürgerentscheid in Bayern am 26. Oktober
DOSB strebt nachhaltige Zukunftsperspektive durch Olympiabewerbung an
23. Oktober 2025 um 15:08Von s.wilhelm
Deutschland erneut als Standort für die Olympischen Spiele in 2036, 2040 oder 2044?! Mit einer offiziellen Bekanntgabe durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) strebt Deutschland die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele an. Ziel sei es, den Sport in Deutschland auf allen Ebenen zu fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Olympische und Paralympische Spiele sollten dabei als Zukunftsprojekt verstanden werden, das den Sport und die Gesellschaft gleichermaßen bereichert, teilt der DOSB auf seiner offiziellen Webseite mit.
Unterstützung für die Bewerbung kommt dabei nicht nur vom DOSB, sondern auch von der Bundesregierung. Im Rahmen der Olympischen Spiele 2024 in Paris unterzeichnete Bundesinnenministerin a. D. Nancy Faeser eine Erklärung zur Bewerbung. Auch die neue Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz bekennt sich klar zur Unterstützung einer deutschen Bewerbung.
Entscheidende Bürgerentscheide: München startet
Wo genau in Deutschland die Olympischen und Paralympischen Spiele ausgetragen werden sollen, steht dabei noch aus: Berlin, Hamburg, München und die Rhein-Ruhr-Region haben bis Juni dieses Jahres ihre Konzepte vorgelegt. Eine Auswahl von Seiten des DOSB werde noch in diesem Herbst getroffen. Am kommenden Sonntag, den 26. Oktober, entscheidet München nun zuerst in einem Bürgerentscheid, inwiefern die Bürger der Stadt hinter der Austragung der Olympischen Spiele in München stehen.
München, das zuletzt Austragungsort der Olympischen Spiele 1972 war, bewirbt sich gemeinsam mit der vollen Unterstützung des Freistaats Bayern um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele der Jahre 2036, 2040 oder 2044.
Sportminister Joachim Herrmann appelliert dabei an alle Münchener, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und sich aktiv in den Entscheidungsprozess einzubringen. Er betont in einer Meldung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, Sports und der Integration, dass es bei der Bewerbung nicht nur um ein sportliches Event gehe, sondern um eine umfassende Zukunftsvision für die Region, die Gesellschaft und die nachfolgenden Generationen.
Der Entscheidungsprozess und die Perspektive für Deutschland
Auch Hamburg und die Rhein-Ruhr-Region planen Bürgerentscheide: In Hamburg wurde ein Olympia-Referendum auf den 31. Mai 2026 gelegt, in der Rhein-Ruhr-Region solle die Entscheidung auf den 19. April fallen. Da die Verfassung des Bundeslandes Berlin keine Möglichkeit für einen Bürgerentscheid vorsieht, wird es dort keine Möglichkeit für einen solchen Entscheid geben. An dessen Stelle soll eine Unterschriftensammlung rücken.
Dr. Dennis Peiler: "Ich bin dafür"
Auf LinkedIn betonte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Dr. Dennis Peiler, seine Zustimmung zu den Olympischen Spielen in Deutschland. Der Pferdesport habe Deutschland bei Olympischen Spielen geprägt wie kaum eine andere Nation, schreibt Peiler. „Unsere Erfolge in Dressur, Springen und Vielseitigkeit sind Teil unserer Sportgeschichte. Sie stehen aber auch für Vertrauen, Kommunikation und Verantwortung zwischen Mensch und Tier. Werte, die weit über den Sport hinauswirken. Und gerade jetzt, wo in Deutschland oft das Trennende stärker diskutiert wird als das Verbindende, lohnt sich der Blick auf den Sport“, heißt es weiter in seinem Statement. „Ich bin dafür.“
Foto: Pferdefotografie Lafrentz
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