Neue Trainerqualifikation im Pferdesport: Der „Trainer C – Einstieg in den Pferdesport“
Praktische Ausbildung für Einsteiger und Kinder im Pferdesport
16. Oktober 2025 um 11:54Von s.wilhelm

Ab dem 1. Januar 2026 tritt die überarbeitete Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) in Kraft. Diese Anpassung bringt nicht nur eine Neustrukturierung der Ausbildung im Pferdesport, sondern auch eine neue Trainerqualifikation, die speziell darauf abzielt, Einsteigern und Kindern den Zugang zum Pferdesport zu erleichtern.
Trainer C – Einstieg in den Pferdesport: Ein neuer Qualifikationsweg
Die neu eingeführte Qualifikation „Trainer C – Einstieg in den Pferdesport“ richtet sich an alle, die Einsteiger und Kinder sicher an den Umgang mit Pferden heranführen möchten. Ziel ist es, Trainer auszubilden, die den ersten Kontakt zu Pferden ermöglichen und die Faszination des Pferdesports auf eine einfühlsame Weise vermitteln. Die Ausbildung deckt ein breites Spektrum ab: vom richtigen Umgang mit dem Pferd, der Reit- und Voltigierlehre bis hin zu praktischen Übungen auf dem Pferd, wie etwa mit dem Voltigiergurt oder Sattel. Diese Qualifikation ist besonders für die Arbeit in Kindergarten- und Schulprojekten sowie in Vereinen von Bedeutung.
Voraussetzungen und Lehrgangsinhalte
Um die Trainerqualifikation zu erlangen, müssen Interessierte mindestens 16 Jahre alt und Mitglied eines Reitvereins sein. Darüber hinaus sind das Longierabzeichen der Stufe 4 sowie ein weiteres Pferdesportabzeichen ab Stufe 5 oder alternativ der Pferdeführerschein Reiten erforderlich. Zusätzlich sind ein Erste-Hilfe-Kurs und ein polizeiliches Führungszeugnis notwendig. Der Lehrgang umfasst theoretische und praktische Inhalte, darunter Longieren, Reit- und Longierlehre, Pferdehaltung, Veterinärkunde sowie sportwissenschaftliche Grundlagen wie Trainingslehre und Anatomie.
Flexible Prüfungsformen: Klassische und alternative Lernerfolgskontrollen
Mit der APO 2026 wird auch die Prüfungsstruktur für die Trainerqualifikation flexibler gestaltet. Neben der klassischen Abschlussprüfung mit Benotung sind ab 2026 auch alternative Formen der Lernerfolgskontrolle möglich. Dies erlaubt eine lehrgangsbegleitende Überprüfung des Wissens und stellt den Lernfortschritt der Teilnehmer in den Mittelpunkt. Bei der Kombination von klassischen Prüfungen und alternativen Kontrollmethoden wird der praktische Teil weiterhin benotet, während theoretische Inhalte über alternative Formate überprüft werden.
Diese Änderungen zielen darauf ab, den Ausbildungserfolg nicht nur anhand eines Prüfungstags, sondern durch kontinuierliche Entwicklung und Reflexion der Teilnehmenden zu messen. Dies ermöglicht eine individuellere und entspannendere Lernumgebung. Die Anpassungen bieten eine moderne und flexiblere Herangehensweise an die Trainerqualifikation und fördern die langfristige Entwicklung der Absolventen im Pferdesport.
Weitere Informationen können direkt bei der Deutschen Reiterlichen Vereinigung gewonnen werden.
Foto: Canva Elements
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