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Trauer um Indini: Jette de Jongs Nachwuchspferd stirbt an Hufrehe

Belgisches Erfolgsduo verliert Hoffnungsträger – Cortisoneinsatz mit tragischem Ausgang

18. August 2025 um 18:00Von n.ditter

Trauer um Indini: Jette de Jongs Nachwuchspferd stirbt an Hufrehe

Mit großer Bestürzung hat die belgische Nachwuchsreiterin Jette de Jong den Verlust ihres langjährigen Sportpartners Indini auf Instagram bekannt gegeben. Der zwölfjährige KWPN-Wallach erlag am 16. August den Folgen einer schweren Hufrehe, die durch einen tierärztlichen Eingriff ausgelöst worden war. Der Verlust trifft nicht nur die Reiterin, sondern auch die gesamte belgische Dressurszene.

Vom selbst gezogenen Nachwuchspferd zum Medaillengewinner

Indini, ein Sohn des Chippendale x Romeo, wurde von Jettes Mutter Marielle Hoefsmit gezogen und von Beginn an im eigenen Stall gefördert. 2021 debütierte das Paar international im Juniorenlager und sammelte schnell Erfahrung auf Turnieren in Sint-Truiden, Opglabbeek, Exloo und Zandhoven. Höhepunkt dieser Zeit war der Gewinn der Goldmedaille bei den Belgischen Juniorenmeisterschaften 2022.

Im selben Jahr wechselte de Jong mit Indini erfolgreich in die Junge-Reiter-Klasse, unter anderem mit Podestplätzen beim CDI Aachen Indoor. Obwohl er zunächst als Ersatzpferd für ihr Top-Pferd Heavenly Charming galt, etablierte sich Indini 2023 als verlässlicher Partner bei internationalen Starts in Le Mans, Waregem und Aachen.

2024 überließ de Jong die Zügel zeitweise der belgischen Nachwuchsreiterin Britt van de Weyer, deren eigenes Pferd verletzt war. Auch mit ihr zeigte sich Indini solide, etwa beim CDI Hagen und bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter in St. Margarethen. Anfang 2025 kehrte de Jong in den Sattel zurück – bei den Belgischen Meisterschaften errang das Duo Silber.

Verhängnisvolle Folgen nach Cortisongabe

Im Vorfeld der EM-Nominierung im Sommer 2025 wurde Indini tierärztlich durchgecheckt – mit durchweg positiven Ergebnissen. Um das Wohlbefinden des Wallachs weiter zu unterstützen, wurde eine unterstützende Injektion in beide Hinterbeine durchgeführt. Erst später stellte sich heraus, dass dabei offenbar ohne Zustimmung Cortison verwendet wurde.

Die Folgen traten dramatisch und schnell ein: Indini entwickelte eine schwere Hufrehe, zunächst an einem, dann an mehreren Beinen. De Jong teilte den Verlauf offen auf sozialen Medien und warnte eindringlich vor leichtfertigem Umgang mit Medikamenten.

Abschied von einem Herzenspferd

Trotz aller Bemühungen konnte Indinis Zustand nicht stabilisiert werden. Am 16. August mussten sich seine Besitzer schweren Herzens zu einer Einschläferung entscheiden.

Mit Indini verliert der belgische Dressursport ein Ausnahmepferd, das nicht nur durch seine sportlichen Leistungen, sondern vor allem durch seine enge Bindung zur Reiterin in Erinnerung bleiben wird.



Foto: Pferdefotografie Lafrentz

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