Tödliche Pilzinfektion: Pferd stirbt an Luftsackmykose
Seltene, aber lebensgefährliche Erkrankung sorgt für Aufsehen in Baden-Württemberg
31. August 2025 um 18:01Von n.ditter

Ein tragischer Vorfall in Rheinfelden-Minseln (Baden-Württemberg) hat die Aufmerksamkeit von Polizei, Veterinärmedizinern und Pferdehaltern gleichermaßen auf sich gezogen, wie propferd.at berichtet. Nachdem ein Pferd tot auf einer Weide aufgefunden wurde, brachten Ermittlungen eine seltene, aber hochgefährliche Ursache ans Licht: eine Luftsackmykose.
Mysteriöser Todesfall beschäftigte Polizei und Veterinäramt
Am 22. August 2025 wurde ein Pferd auf seiner Koppel in Rheinfelden-Minseln tot aufgefunden. Die Besitzerin alarmierte umgehend die Polizei, da das Tier schwere Verletzungen aufwies. Aufgrund der äußeren Umstände – unter anderem stark gezeichnete Kadaverspuren – stand zunächst auch der Verdacht auf einen Wolfsangriff im Raum. Das Polizeipräsidium Freiburg nahm zusammen mit Spurensicherung und Veterinärbehörde umfangreiche Ermittlungen auf. Erste tiermedizinische Untersuchungen durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Freiburg konnten diesen Verdacht jedoch ausräumen.
Wie von behördlicher Seite bestätigt wurde, starb das Pferd an den Folgen einer Luftsackmykose – einer im Anfangsstadium schwer zu erkennenden Pilzinfektion. Die auffälligen Verletzungen entstanden vermutlich erst nach dem Tod durch Wildtiere oder Insekten, die vom Kadaver angelockt wurden.
Luftsackmykose beim Pferd: Selten, aber akut lebensbedrohlich
Die Luftsackmykose ist eine durch Pilze verursachte Erkrankung, bei der sich der Erreger in den sogenannten Luftsäcken des Pferdes – beidseitig im Nasenrachenraum liegende Hohlräume – ansiedelt. In diesen empfindlichen Strukturen verlaufen große Blutgefäße und zentrale Nervenbahnen, die durch den Pilzbefall stark geschädigt werden können. Zu den typischen Anzeichen zählen plötzlich auftretendes, meist einseitiges Nasenbluten sowie neurologische Ausfälle, etwa Schwierigkeiten beim Schlucken oder bei der Futteraufnahme.
Da der Pilzbefall unbemerkt verlaufen kann und die Symptome oft erst in einem fortgeschrittenen Stadium auftreten, ist die Erkrankung schwer frühzeitig zu erkennen. Laut der Pferdeklinik Zürich sind Luftsackmykosen äußerst selten – trotz der weiten Verbreitung der verursachenden Pilze in der Umwelt. Vermutet wird, dass eine Vorschädigung oder ein geschwächtes Immunsystem die Entstehung der Krankheit begünstigt.
Im Akutfall ist schnelles tierärztliches Handeln erforderlich. Hochgradiges Nasenbluten kann zu erheblichem Blutverlust und im schlimmsten Fall zum Tod des Pferdes führen. Eine sofortige Therapie, gegebenenfalls inklusive Bluttransfusion, ist notwendig, um das Leben betroffener Tiere zu retten.
Foto: Canva Elements
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