Denoix PCH übernimmt die Führung der laufenden Wertung bei den Europameisterschaften 2025
Deutschland auf Rang 1 der Teamwertung nach dem ersten Teil des Grand Prix
27. August 2025 um 14:57Von a.schaefer
Nach dem ersten Teil des Grand Prix setzt sich Deutschland auf Goldkurs in der Teamwertung der FEI European Championships 2025 in Crozet. Mit einer hervorragenden Prüfung setzte sich Katharina Hemmer mit ihrem Denoix PCH an die Spitze der laufenden Wertung und sicherte somit wichtige Punkte für die Teamwertung.
Top Runde von Katharina Hemmer und Denoix PCH
Katharina Hemmer und ihr Denoix PCH setzten sich als Over-Night Leader an die Spitze des heutigen ersten Teils der Teamentscheidung! Das Paar präsentierte eine beeindruckende und harmonische Vorstellung, die mit einem Ergebnis von 75,699 % belohnt wurde. Der Ritt zeichnete sich besonders durch eine hohe Durchlässigkeit aus, die sich in nahezu allen Lektionen widerspiegelte. In der Trabtour konnte das Paar besonders überzeugen: Die Traversalen zeigten sich mit schöner gleichmäßiger Längsbiegung, die von den Richtern mit Noten bis zu 9 honoriert wurden. Auch in den Piaffen und Passagen präsentierte sich Denoix PCH mit besonders viel Aktivität und Gleichmaß. Diese Lektionen wurden nahezu durchweg mit der Note 8 bewertet und unterstrichen die Qualität und Konstanz der Vorstellung.
Becky Moody und Jagerbomb auf Rang 2
Auf Rang zwei folgt die Britin Becky Moody mit Jagerbomb, die mit 74,829 % ebenfalls eine starke Prüfung aufs Parkett brachte und sich mit feiner Reitweise und ausdrucksstarker Galopptour in der Spitzengruppe etablieren konnte. Trotz einer insgesamt harmonischen und durchlässigen Darbietung blieb eine noch höhere Bewertung verwehrt, da Jagerbomb zwar im Galopp viel Ausdruck zeigte, kleinere Unregelmäßigkeiten im starken Galopp jedoch die Gleichmäßigkeit beeinträchtigten.
Für das britische Team gestaltete sich der Tag nicht durchweg erfreulich: Während Becky Moody mit Jagerbomb sich Rang zwei in der laufenden Wertung sichern konnte, musste Andrew Gould mit Indigro die Prüfung vorzeitig abbrechen. Bedauerlicherweise wies das Pferd während der Prüfung keine durchgängige Taktreinheit auf. Aus Gründen des Wohls des Pferdes wurde daher die Entscheidung getroffen, es von der weiteren Bewertung auszuschließen.
Dänemark und Schweden mit soliden Teamleistungen im Grand Prix
Auch das dänische und das schwedische Team zeigten sich in Crozet in starker Form. Nadja Aaboe Sloth überzeugte für Dänemark mit Favour Gersdorf und sicherte sich mit 71,227 % den aktuellen dritten Platz in der laufenden Wertung. Ihre harmonische Vorstellung war besonders geprägt von einer durchlässigen Trabtour, die von den Richtern durchweg positiv bewertet wurde. Schweden platzierte gleich zwei Reiterinnen unter den besten Sechs. Tinne Vilhelmson Silfvén erreichte mit Hyatt, der Stute, die einst von Anna-Christina Abbelen vorgestellt wurde, 70,373 % und rangiert damit aktuell auf Platz fünf. Direkt dahinter folgt Sofie Lexner mit Inoraline W, die mit 70,000 % ebenfalls eine solide Leistung zeigte.
Ingrid Klimke und Vayron NRW auf Rang 8 im Grand Prix
Ingrid Klimke eröffnete im Grand Prix den Auftritt des deutschen Dressurteams bei den Europameisterschaften: 69,348 % und Rang 8 lautete das Ergebnis des Paares nach einer ausdrucksstarken, aber leider nicht ganz spannungsfreien Prüfung. Im Sattel des 13-jährigen Vayron NRW, der 2024 noch unter Daniel Bachmann-Andersen die dänischen Fahnen in Paris vertrat, gelang eine Prüfung mit besonderen Höhepunkten in den Piaffen und Passagen. Auch die fliegenden Galoppwechsel gelangen in hoher Qualität und wurden von den Richtern mit Wertnoten bis zu 8 belohnt.
Leider zeigten sich in einigen Passagen Momente der Spannung: Im zweiten starken Trab kam es nach einem "Stolperer" zum ersten kurzen Spannungsmoment, der die Dynamik der Bewegung störte. Ebenso war das Halten vor dem Rückwärtsrichten anfangs von innerer Unruhe geprägt - wahrlich meisterlich gelang Klimke doch noch der kurze Moment der Unbeweglichkeit. In der zweiten Galopp-Pirouette passierte leider ein weiterer, dritter Moment der Spannung, durch den die korrekte Ausführung der Lektion nicht in der gewünschten Balance erreicht werden konnte.
Schließlich spiegelten sich diese Spannungsmomente auch in der Bewertung wider und verhinderten ein noch höheres Ergebnis, wie es dem Paar in Hamburg mit 74,500 % noch gelang. Aktuell liegt das Paar somit auf Rang 8 in der laufenden Wertung – die besten 30 qualifizieren sich für den Grand Prix Special am Freitag, die Qualifikation zum Einzelfinale in der Kür am Sonntag. Die Daumen sind somit alle gedrückt!
Morgen werden wir Isabell Werth mit ihrer Wendy de Fontaine und Frederic Wandres mit Bluetooth OLD im Viereck begrüßen dürfen.
ClipMyHorse.TV überträgt selbstverständlich live aus Crozet, mit unseren News bieten wir zudem einen Rundumblick über alle Prüfungen, Startzeiten und alle wichtigen Informationen rund um die diesjährigen Europameisterschaften!
Die gesamte Ergebnisliste kann hier eingesehen werden.
Foto: Pferdefotografie Lafrentz
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