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Ann-Kathrin Lachemann – Neustart in Bayern

Umzug nach Bayern, eine Frage der Geduld und wie ist das mit der Angst vor dem Wieder-Aufsteigen?

11. Februar 2026 um 18:16Von k.kreling

Ann-Kathrin Lachemann – Neustart in Bayern

Mitte Oktober 2025 hatte Ann-Kathrin Lachemann einen Reitunfall. Drei gebrochene Querfortsätze an den Lendenwirbeln – das war extrem schmerzhaft und braucht vor allem Geduld und Zeit. Die ersten vier Wochen durfte sie nur liegen, dann musste sie ein Korsett tragen und sich sehr lange ruhig verhalten. Später konnte sie in der Reithalle sitzen, zugucken und den Kollegen mit dem ein oder anderen Tipp helfen. Mittlerweile ist sie in ‚Vollzeit-Reha‘, das bedeutet, fünf Tage pro Woche ist sie in Kiel, hat verschiedene Anwendungen, macht Krafttraining etc. Vier Monate hat sie nicht mehr auf einem Pferd gesessen. Anfang März kann sie wieder in den Sattel steigen – pünktlich, wenn sie ihre neue Stelle im Dressurstall Meggle in Bayern antritt.

Angst? „Nein, hab‘ ich nicht!“

‚Aki‘ Lachemann hatte viel Zeit in den vergangenen Monaten. Kam ihr je der Gedanke, vielleicht doch nicht mehr aufs Pferd zu steigen und was anderes zu machen? „Nein, nie! Die Reiterei, die Pferde – das ist meine Leidenschaft. Ich könnte mir absolut nicht vorstellen, jetzt lieber einen Bürojob machen zu wollen. Viele haben mich gefragt, ob ich Angst habe, wieder aufs Pferd zu steigen. Nein, hab‘ ich nicht. So was passiert. Sollte natürlich nicht passieren und man ist froh, wenn es nicht passiert, aber wenn, dann tut man eben alles dafür, dass es schnell wieder geht und man schnell wieder fit wird.“

Beeindruckende Laufbahn

Nach dem Abitur wollte sich Aki ein Jahr intensiv um ihre Pferde kümmern, bevor es mit dem Studium losgeht. Es kam anders, die Begeisterung für die Pferde überwog. Sie machte eine Bereiterlehre (Pferdewirt klassische Reitausbildung) im Stall Burger, zunächst noch mit dem Gedanken danach zu studieren. „Und dann kam der Punkt, an dem ich mit meiner Familie zusammen entschieden habe: Ich mache einfach das, was mir am meisten Spaß macht. Das, was mich erfüllt – Reiten.“ Ziemlich schnell hat sie sich vom ‚Lehrling‘ zur Grand Prix-Siegerin entwickelt und das Süddeutsche Berufsreiter-Championat gewonnen. Danach war sie einige Zeit im Stall von Familie Deurer angestellt, der sich aber vermehrt dem Springsport widmet. Akis Herz schlägt für die Dressur.

Im Januar 2025 begann sie ihre Tätigkeit auf Gut Schönweide in Schleswig-Holstein. Ihr größter Erfolg: Bei den Bundeschampionaten ritt sie den Hengst Sky v. Sezuan in großartiger Manier zum Titel der Siebenjährigen. „Ich bin Familie Gasser von Gut Schönweide sehr dankbar für das, was ich da im letzten Jahr erleben durfte. Ich habe mich durch die Arbeit mit den Hengsten noch einmal weiterentwickelt. Und dass ich die Möglichkeit hatte, mit Sky auf dem Bundeschampionat den Titel zu gewinnen. Das war einfach toll.“

Ab März wird Aki Lachemann in Bayern reiten und nun das Team des Dressurstalls Meggle ergänzen. „Ich freue mich sehr darüber, dass ich im Stall Meggle wieder die Möglichkeit habe, mit Oliver Oelrich beständig einen Trainer vor Ort zu haben – so wie ich es viele Jahre mit Oliver Luze hatte. Ich finde es unheimlich wichtig, dass regelmäßig ein Trainer von unten draufguckt. Einer, der hilft, bei dem man mal etwas nachfragen kann. Das finde ich einfach richtig toll, dass ich so auch die Möglichkeit habe, mich noch mal weiterzuentwickeln.“


Drei Fragen an Aki Lachemann und ihre Antworten dazu findet ihr HIER - dressursport.kim



Foto: Pferdefotografie Lafrentz

#Dressur

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