Team der Briten siegt beim Nations Cup in St. Tropez
Deutschland verpasst mit Platz 4 knapp das Podium
22. September 2025 um 16:38Von s.wahl

Die vierte Etappe der League of Nations in St. Tropez bot einen spannenden Krimi, der bis zum letzten Reiter alles offenließ. Team Deutschland, ging mit einem knappen Punktevorsprung in das Finale. Als Sandra Auffarth auf ihrem Wallach Quirici H als letzte Starterin des deutschen Teams an den Start ging, war die Mannschaft noch auf dem ersten Platz, jedoch warf ein unglücklicher Netzroller am vorletzten Hindernis das Team zurück – plötzlich landete Deutschland auf Platz vier mit insgesamt 18 Fehlerpunkten. Der Sieg ging schließlich an die Briten mit 15 Punkten, gefolgt von Italien mit 16 Punkten und Belgien mit 17 Punkten.
Spannung pur
Der Wettbewerb hatte für Deutschland zunächst gut begonnen: Daniel Deusser lieferte mit Otello de Guldenboom (v. Tobago Z) eine Nullrunde ab, Laura Klaphake hatte mit VDL Quinzano van’t Merelsnest (v. Diamant de Semilly) einen leichten Fehler am Wasser-Oxer und einen Zeitfehler. Sandra Auffarth folgte mit einer weiteren Nullrunde. Doch dann geriet Europameister Richard Vogel mit Cloudio (v. Casall) aus dem Takt. Zwölf Fehlerpunkte im Schlussdurchgang verhinderten das Weiterkommen in die zweite Runde, in der nur noch drei Teamreiter an den Start gehen.
In der zweiten Runde stellte sich heraus, dass ein weiteres Nullergebnis nötig war, um die Spitzenposition zu behaupten. Daniel Deusser war bis zum letzten Sprung auf dem Weg zu einer weiteren Nullrunde, doch ein unerwarteter Netzroller sorgte für einen Fehler. Auch bei Laura Klaphake fiel eine Stange, was die Punkte weiter erhöhte und das Team in Rückstand brachte. Deutschland lag nun mit einem Punkt hinter Großbritannien und Belgien auf dem dritten Platz, zwei Punkte vor Italien und Frankreich. Alles hing von den Schlussreitern ab.
Der Endspurt
Der heimische Schlussreiter Kevin Staut konnte mit Visconti du Telman (v. Toulon) trotz Publikumsbeistand keine Nullrunde abliefern und landete auf Platz fünf. Piergiorgio Bucci aus Italien sicherte seinem Team mit Hantano (v. Quasimodo Z) eine der wenigen Doppelnull-Runden und damit den zweiten Platz. Jeroen Appelen aus Belgien konnte trotz eines Abwurfs auf King CJS (v. Action Breaker) den dritten Platz für sein Team halten. Für Großbritannien gab Schlussreiter Adrian Whiteway auf Chacco Volo (v. Chacco-Blue) alles und sicherte mit zwei Zeitfehlern den Sieg.
Ausblick auf das Nationenpreis-Finale
Bundestrainer Otto Becker zeigte sich trotz des unglücklichen Ausgangs mit der Leistung seines Teams zufrieden: „Es war spannend bis zum Schluss, aber uns hat einfach noch eine Nullrunde gefehlt, um zu gewinnen. Jetzt richten wir unseren Blick auf das Nationenpreis-Finale in Barcelona und werden dort nochmal alles geben.“
Team Deutschland reist mit 290 Punkten als Dritter in die katalanische Hauptstadt. An der Spitze der Gesamtwertung steht Frankreich mit 300 Punkten, gefolgt von Großbritannien mit 295 Punkten. Schweden, das in St. Tropez Siebter wurde, sowie die Schweiz, die den achten Platz belegte, verpassten die Qualifikation für das Finale.
Hier findet Ihr das komplette Teamergebnis
Foto: Pferdefotografie Lafrentz
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