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Pius Schwizer zahlt Schulden und erhält beschlagnahmte Pferde zurück

Der Schweizer Springreiter kritisiert das Vorgehen der Behörden und sieht sich durch die Ereignisse stark in seinem Ruf beschädigt

25. August 2025 um 14:25Von a.schaefer

Pius Schwizer zahlt Schulden und erhält beschlagnahmte Pferde zurück

Mitte August kam es auf dem Anwesen von Pius Schwizer in Oensingen zu einem Polizeieinsatz. Infolge der finanziellen Verpflichtungen des langjährigen Spitzenreiters gegenüber Gläubigern in Höhe von rund 600 000 Schweizer Franken wurden mehrere Pferde beschlagnahmt. Die Maßnahme wurde im Kontext von Zwangsvollstreckungen durchgeführt, nachdem mehrere Forderungen über einen längeren Zeitraum nicht beglichen wurden.

Rückgabe der Pferde nach Schuldentilgung

Inzwischen konnte der 63-Jährige seine ausstehenden Zahlungsverpflichtungen erfüllen. In der Folge wurden die Tiere den rechtmäßigen Eigentümern zurückerstattet. Gemäß der Aussage von Schwizer seien die Pferde nicht in seinem Eigentum gewesen. Die Pferde seien von Drittpersonen auf dem Hof des Klägers eingestellt, dort trainiert und an Turnieren vorgestellt worden.

Kritik am Vorgehen der Behörden

Schwizer zeigte sich tief betroffen und bezeichnete die Aktion als ungerechtfertigt. Er erhob den Vorwurf, von den Behörden gezielt vernichtet zu wollen, und kündigte rechtliche Schritte gegen das Betreibungsamt an. Des Weiteren äußerte der Reiter die Beanstandung, dass auch Pferde betroffen gewesen seien, für die er keine Eigentümerverantwortung trug.

Imageschaden und sportliche Folgen

Die Geschehnisse resultierten in einem erheblichen Reputationsverlust für den Luzerner. Neben der breiten medialen Berichterstattung reagierte auch der Schweizer Pferdesportverband. Die Selektionskommission suspendierte Schwizer aus dem Elitekader, was der Reiter scharf kritisierte. Er betonte, dass eine Trennung zwischen privaten Angelegenheiten und seiner sportlichen Laufbahn erforderlich sei. Die Frage, ob er in Zukunft wieder für den Verband antreten wird, ließ er jedoch unbeantwortet.

Stellungnahme in den sozialen Medien

Auf seinem offiziellen Instagram-Account teilte Schwizer einen Medienbericht, der seine eigene Stellungnahme enthielt. Darin bedauerte er, dass Pferde gepfändet wurden, die nicht in seinem Besitz standen. Er hob hervor, dass die Maßnahme für die betroffenen Eigentümer ebenfalls eine Belastung dargestellt habe. Zugleich dankte er seinen Partnern, Freunden und Angehörigen für deren Vertrauen und Unterstützung in dieser schwierigen Phase. Sein Ruf sei durch die Vorgänge stark beschädigt worden.




Foto: Pferdefotografie Lafrentz

#Springen

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