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Diskussionsrunde über Gymnastizieren von Dressurpferden in Warendorf

Fachleute tauschen sich über Trainingsmethoden und Pferdewohl aus

17. Juli 2025 um 12:34Von s.wahl

Diskussionsrunde über Gymnastizieren von Dressurpferden in Warendorf

Am Dienstagabend fand in Warendorf eine Diskussionsrunde der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) mit dem Titel „Richtiges Gymnastizieren von Dressurpferden“ statt. Das Panel wurde von FN-Präsident Martin Richenhagen geleitet, der die Bedeutung von gymnastizierender Arbeit und der harmonischen Beziehung zwischen Reiter und Pferd hervorhob, um eine artgerechte Ausbildung zu fördern.

Wohlbefinden des Pferdes an oberster Stelle

In der Runde waren auch bekannte Persönlichkeiten wie Olympiasiegerin Isabell Werth, FN-Tierärztin Dr. Henrike Lagershausen, Reitmeister Hubertus Schmidt, FEI-Steward Jacques van Daele und Ausbildungsleiter Thies Kaspareit anwesend. Die Experten erörterten praxisorientiert Trainingsmethoden sowie die Relevanz von Durchlässigkeit und Losgelassenheit im Pferdetraining unter Berücksichtigung des Wohlbefindens der Tiere.

Das Hauptaugenmerk lag auf der Verbindung zwischen klassischer Reitlehre und der Gymnastik für Dressurpferde. Durch Videoanalysen wurde aufgezeigt, wie unterschiedlich pferdegerechtes Training in Bezug auf die Kopf-Hals-Haltung gestaltet werden sollte. Es wurde deutlich, dass jede Vorgehensweise vom Pferdetyp, der Trainingsphase, dem Alter des Pferdes und dem Übungsziel abhängt, wobei individualisierte Ausbildung als essentiell angesehen wird.

Pferd Pferd sein lassen

Isabell Werth äußerte: „Unsere Pferde sind für uns Teampartner, wir lernen mit ihnen und entwickeln uns mit ihnen weiter.“ Hubertus Schmidt fügte hinzu, dass man immer wieder neu bewerten müsse, was für das jeweilige Pferd am sinnvollsten sei. Aus veterinärmedizinischer Perspektive betonte Dr. Henrike Lagershausen die Notwendigkeit einer differenzierten Beobachtung: „Wir müssen das Pferd Pferd sein lassen und ernst nehmen, was es uns sagt.“

Die Themen Anlehnung und Kopf-Hals-Haltung werden auch in der Öffentlichkeit intensiv behandelt, was von den Teilnehmern bestätigt wurde. Die FN sieht sich in der Verantwortung, hier Orientierung zu geben. Ein wichtiger Hinweis aus dem Publikum war, dass ein Bildungsauftrag besteht: Wenn mehr Menschen für den Pferdesport begeistert werden sollen, muss auch besser erläutert werden, wie optimale Ausbildung aussieht.

Verantwortungsvolles Handeln

Zum Abschluss erklärte FN-Präsident Richenhagen: „Pferdegerechtes Reiten beginnt mit dem Verständnis für das Wesen des Pferdes und endet mit verantwortungsvollem Handeln in Training, Vorbereitungsplatz und Wettkampf. Unser Verband wird diesen Dialog fortführen und plant weitere Veranstaltungen in dieser Richtung.“

Foto: Pferdefotografie Lafrentz

#Dressur

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