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FEI plant strengere Sanktionen ab 2026

Neues Verwarnungssystem und Regeln für Reitzubehör angekündigt

23. Juli 2025 um 14:12Von s.wahl

FEI plant strengere Sanktionen ab 2026

Die FEI will ab 2026 ihre Sanktionen gegen Regelverstöße verschärfen und ein neues System zur Regulierung von Reitzubehör einführen. Der Entwurf der neuen Regeln sieht strengere Verwarnungen, höhere Geldstrafen und teilweise längere Sperren vor. Gleichzeitig gibt es weiter Diskussionen darüber, wie konsequent gegen Pferdemissbrauch vorgegangen werden soll.

Strengeres Verwarnungssystem und Geldstrafen

Künftig sollen mündliche und schriftliche Verwarnungen häufiger ausgesprochen werden. Wiederholungstäter müssen mit höheren Strafen rechnen, darunter Geldbußen von bis zu 4.000 Schweizer Franken bei vier Verwarnungen innerhalb eines Jahres. Das bestehende System der Gelben Karten bleibt bestehen: Wer innerhalb von zwölf Monaten zwei Gelbe Karten erhält, wird automatisch für zwei Monate gesperrt.

Unterschiedliche Regelungen je nach Disziplin

Die Ausweitung der „Recorded Warning“-Regelung betrifft künftig auch Springreiten und Fahrsport, nicht jedoch Dressur oder Distanzreiten. Dabei unterscheiden sich die Sanktionen je nach Sportart deutlich. Im Vielseitigkeitsreiten führen drei Verwarnungen innerhalb von 24 Monaten zu einer zweimonatigen Sperre ohne Geldstrafe, während im Springreiten bereits zwei Verwarnungen innerhalb eines Jahres eine Sperre und eine Geldstrafe nach sich ziehen.

Regeln gegen unzulässige Hilfsmittel

Als sofortige Maßnahme wurde ab Juli 2025 die Verwendung von Marshmallow-Fluff oder anderen zuckerhaltigen Substanzen verboten, die unnatürliche Schaumbildung im Pferdemaul erzeugen sollen. Verstöße werden mit einer Gelben Karte und Disqualifikation geahndet. Die FEI verweist auf zahlreiche Beweisfotos und vermutet, dass diese Mittel genutzt wurden, um Tierschutzprobleme wie verfärbte Zungen oder Zahnfleisch zu kaschieren.

Uneinigkeit über Definition von Misshandlung

Trotz der Verschärfungen lehnte die FEI Vorschläge ab, Hyperflexion ausdrücklich als Pferdequälerei einzustufen oder ein einheitliches Vorgehen gegen Misshandlung in allen Disziplinen festzulegen. Kritiker verweisen auf die unterschiedlichen Regelwerke der einzelnen Sportarten.



Foto: Pferdefotografie Lafrentz

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