FEI verschärft Dressurregeln: Verbot künstlicher Schaumbildung ab Juli 2025
Neue Vorschrift soll Manipulation im Pferdemaul verhindern und das Tierwohl stärken
27. Juni 2025 um 15:55Von n.ditter

Nach einem Vorfall beim Turnier in Göteborg reagiert der Weltreiterverband mit einer sofortigen Regelanpassung. Ab dem 1. Juli 2025 sind Substanzen verboten, die künstlich Schaum im Maul des Pferdes erzeugen oder diesen Effekt nachahmen, wie pferd.de berichtet.
Auslöser war ein Fall in Schweden
Bei einem CDI5*-Turnier in Göteborg fiel ein Pferd durch auffällige weiße Rückstände im Maulbereich auf. Die Reiterin wies jegliche Manipulation zurück, dennoch wurde der Fall öffentlich diskutiert. Die FEI stellte nach Sichtung der Fotos und Untersuchung durch Turnier-Stewards fest, dass kein Regelverstoß vorlag. Als Ursache für die Schaumbildung wurde unter anderem das Protein Latherin genannt, das bei Pferden natürlicherweise im Speichel vorkommt.
Dringlicher Vorstandsbeschluss in Lausanne
Trotz fehlender Beweise entschied der FEI-Vorstand Mitte Juni in einer Sondersitzung über eine Regelverschärfung. Künftig ist laut dem neuen Artikel 1004.4 der Einsatz aller Produkte und Substanzen untersagt, die eine schaumbildende Wirkung im Maul oder auf der Zunge des Pferdes haben können.
Erlaubte Ausnahmen bleiben definiert
Ausgenommen vom Verbot sind lediglich Produkte, die in der offiziellen FEI Tack App freigegeben sind, sowie natürliche Leckereien in begrenzter Menge. Bei einem Verstoß erfolgt die sofortige Disqualifikation des Reiters vom Turnier.
Ziel ist der Schutz der Pferde
Die FEI betont, dass die neue Regelung dem besseren Schutz der Pferde dient. Unerwünschte oder manipulative Methoden sollen künftig konsequent unterbunden werden. Die Maßnahmen gelten ab sofort für alle Disziplinen.
Foto: Pferdefotografie Lafrentz
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