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Dicke Piste schockt ihn nicht: Moritz Treffinger im Interview mit Kim Kreling

Moritz über abgefahrene Erlebnissen, seine Gedanken Richtung Finale in Texas und die Unterschieden zwischen Cadeau und ‚Fidel‘

20. Januar 2026 um 22:24Von k.kreling

Dicke Piste schockt ihn nicht: Moritz Treffinger im Interview mit Kim Kreling

Die siebte Weltcup-Etappe in Amsterdam ruft. Moritz erzählt von abgefahrenen Erlebnissen und Chancen, seinen Gedanken Richtung Finale in Texas, den Unterschieden zwischen Cadeau und ‚Fidel‘ und ihren beiden Küren und was er für ‚crazy‘ hält…

Viel dicker könnte die Piste nicht sein, die beim Weltcup-Turnier in Amsterdam auf Youngster Moritz Treffinger wartet: Aus den ‚eigenen Reihen‘ geht Isabell Werth an den Start, drei britische Hochkaräter stehen mit Charlotte Dujardin, Lottie Fry und Becky Moody auf der Liste, Finalsieger Patrik Kittel geht für Schweden ins Viereck und Belgien schickt die Zweite des aktuellen Weltcup-Rankings, Larissa Pauluis – um nur einige der 15 Genannten zu nennen.

Und dann ist da Moritz Treffinger – U25-Kür-Europameister, mit seinen 22 Jahren der Zweitjüngste in Amsterdams Starterfeld (Rowena Weggelaar aus den Niederlanden ist mit 21die Jüngste) und in seiner ersten Weltcup-Saison unterwegs. Bei drei Etappen war er bisher am Start, Herning, Stuttgart und London, alle drei hat er mit Cadeau Noir absolviert und dreimal 10 Punkte für das Weltcup-Ranking ‚abgestaubt‘. Das bedeutet: mit aktuell 30 Punkten liegt er auf Platz 12, die besten Neun des Westeuropa-Liga dürfen zum Finale nach Texas.

HIER geht es zum aktuellen Weltcup-Standing vor Amsterdam.

dressursport.kim: Moritz, größer könnte die Konkurrenz kaum sein, schwieriger Weltcup-Punkte zu sammeln, war es bei den Stationen bisher noch nie…

Moritz Treffinger: Oh ja, das stimmt, aber ich sehe das gar nicht so. Ich sehe gar nicht diese Wahnsinns-Konkurrenz, ich sehe das als abgefahrenes Erlebnis! Im vergangenen Jahr war ich in Amsterdam in der U25-Tour am Start und habe beim Training bei den ‚Großen‘ zugeschaut. Dieses Jahr darf ich sozusagen gleichzeitig mittrainieren – das ist so surreal. Ich bin realistisch, ich weiß, dass ich mich mit diesen großen Namen noch nicht messen kann. Aber die Erfahrung nehme ich sehr gerne mit – auch den Austausch im Stallbereich. Hautnah mitzuerleben, wie sie ihre Pferde managen, eventuell sogar mit ihnen in Kontakt treten zu dürfen. Das ist so spannend, diese Menschen kennenzulernen, mit ihnen zu sprechen und sich auszutauschen. Diese Erfahrung ist so verrückt und ich genieße das, weil ich auch genau weiß, dass nicht klar ist, ob und wann ich das noch einmal erleben darf. Ich habe jetzt diese abgefahrene Chance und ich versuche, sie bestmöglich zu nutzen.

dressursport.kim: Hand aufs Herz: Du liebäugelst mit dem Finale in Texas?

Moritz Treffinger: Ich kann mich noch erinnern, als wir vor Herning telefoniert haben. Da habe ich bei dem Thema Finale laut gelacht. Nach Herning, Stuttgart und London wurde das Lachen immer ein bisschen weniger. Ich sage mal so: Ich habe Blut geleckt, aber ich weiß auch, dass ich realistisch sein muss...

HIER zum gesamten Interview auf dressursport.kim.

#Dressur

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