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“Niemand kann sich zum Championat ‚hinschonen‘”

Kim Kreling im Gespräch mit Cheftrainerin Monica Theodorescu

14. Januar 2026 um 12:53Von k.kreling

“Niemand kann sich zum Championat ‚hinschonen‘”

Ein intensives Gespräch mit Cheftrainerin Monica Theodorescu – über das ‘Wie’ zur WM nach Aachen, eine gewisse Leistungs- und Belastbarkeits-Kontinuität, die Bedeutung des Grand Prix und ob er langsam überarbeitet werden müsste…

dressursport.kim: Du bist Bundestrainerin Dressur seit Oktober 2012. In dieser Zeit hat das deutsche Team zehn von 13 möglichen Mannschaftsmedaillen gewonnen, die Equipe ist amtierende Mannschafts-Europameisterin und -Olympiasiegerin, nicht aber Titelverteidiger bei den kommenden Weltmeisterschaften in Aachen…

Monica Theodorescu: Die WM in Aachen wird natürlich das Highlight des Jahres und das Ziel ist klar: Wir wollen uns die Goldmedaille zurückholen.

dressursport.kim: Wie sieht der Weg für die Reiter und Pferde zur WM nach Aachen aus?

Monica Theodorescu: Das erste Hauptziel ist die Deutsche Meisterschaft in Balve Anfang Juni, so wie in jedem Jahr. Bis zu den Deutschen Meisterschaften bestimmt jeder Reiter, in Absprache mit mir, seinen individuellen Trainings- und Turnierplan. Die Bedingungen in Balve sind sehr gut, da immer wieder Optimierungen durchgeführt wurden. Für die Kaderreiter und aufstrebende Kaderkandidaten ist der Start bei den Deutschen Meisterschaften Pflicht und damit ist eine sehr gute Vergleichbarkeit gewährleistet.

dressursport.kim: Individuell bis Balve heißt aber nicht, dass vorher gar keine Turniere geritten werden?

Monica Theodorescu: Nein, wir wollen natürlich eine gewisse Leistungs- und Belastbarkeits-Kontinuität erkennen – das ist auch so vom Verband vorgeschrieben. Niemand kann sich zum Championat ‚hinschonen‘, das bedeutet: Eine gewisse Belastbarkeit, was die Gesundheit und Fitness von Reiter und Pferd betrifft, muss belegbar gegeben sein. Jeder kann das auf dem Weg nach Balve selbst gestalten, so hat es sich in den vergangenen Jahren bewährt. Von diesem Weg und von der jeweiligen Turnierpräsenz hängt es dann auch ab, ob gegebenenfalls mal ein Paar, in Absprache mit dem Dressurausschuss, den Start in der Kür in Balve weglassen kann. Das kann man im Einzelfall besprechen, auch das hat sich so bewährt.


Wie Monica Theodorescu auf die aktuelle Lage des Olympiakaders blickt und ob sie Änderungsbedarf an der Aufgabe des Grand Prix sieht, kann direkt bei dressursport.kim nachgelesen werden. HIER zum Interview.


#Dressur

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