Dr. Marc Koene tritt als Tierarzt des deutschen Dressur-Teams zurück
Persönliche Gründe führen zu Rücktritt nach zehn Jahren in der Funktion
12. Juli 2025 um 22:03Von s.wilhelm

Wie eurodressage.com berichtet, habe Dr. Marc Koene sein Amt als Tierarzt des deutschen Dressur-Teams niedergelegt. Die Entscheidung, die aus persönlichen Gründen gefallen sein soll, wurde von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung gegenüber eurodressage.com bestätigt.
Langjährige Tätigkeit für die deutsche Equipe
Koene war seit 2015 als Team-Tierarzt für die deutschen Dressurpferde tätig und trat seine Funktion im November 2014 an, nachdem er Dr. Cordula Gather ablöste. Zuvor war der gebürtige Niederländer bereits von 2005 bis 2014 Team-Tierarzt für die deutschen Kutschfahrer. Während seiner zehnjährigen Amtszeit war er maßgeblich an der Betreuung und dem Wohlbefinden der Dressurpferde beteiligt und begleitete das Team zu zahlreichen internationalen Wettbewerben, darunter die Olympischen Spiele 2024 in Paris.
Tiermedizin und Wissenschaft: Ein globaler Karriereweg
Koene studierte Tiermedizin in Hannover und verbrachte danach zwei Jahre in den USA, wo er in verschiedenen Kliniken und auf der Rennbahn in Kentucky tätig war. Besonders faszinierte ihn das Thema Embryotransfer, das ihn zu seiner späteren Promotion in Hannover führte, als er unter anderem einen Embryotransfer zwischen Zebra und Pferd durchführte. Diese Forschung erregte Aufsehen und weckte das Interesse von Paul Schockemöhle, der Koene in seine Praxis in Mühlen holte.
Gründung der Tierklinik Lüsche
Mit zwei Kollegen gründete Koene im Jahr 2000 die Tierklinik Lüsche, die inzwischen zu den größten und renommiertesten Kliniken für Pferde in Deutschland gehört. Koene ist in seiner Klinik auf Sportpferdemedizin, Chirurgie und Orthopädie spezialisiert. Die Klinik beschäftigt heute 140 Mitarbeiter, darunter 22 Tierärzte.
Nachfolge offen
Die Deutsche Reiterliche Vereinigung hat bisher keine offizielle Pressemitteilung zu Koenes Rücktritt veröffentlicht und auch nicht bekannt gegeben, wer seine Nachfolge antreten wird. Es bleibt abzuwarten, wie die deutsche Dressurmannschaft künftig aufgestellt wird, um weiterhin auf höchstem Niveau zu konkurrieren.
Foto: Pferdefotografie Lafrentz
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